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Durchbruch bei neuer Schleuse für Amsterdam

27 November 2009

Eine neue große Seeschleuse, die den Zugang zur Amsterdamer Hafenregion erleichtern soll, ist einen Schritt näher gerückt. Freitagabend setzten Minister Eurlings, der Beigeordnete für Hafenangelegenheiten Freek Ossel und die Deputierte der Provinz Nordholland Elisabeth Post anlässlich des alljährlichen Diners der Hafengilde ihre Unterschrift unter eine Finanzierungsvereinbarung. Eurlings startet nun eine Planstudie über den Bau der neuen Schleuse.

Der Schleusenkomplex umfasst vier Schleusen. Über die größte Schleuse, die Nordschleuse, gelangen mehr als 80 % der gesamten Ladung in den Amsterdamer Hafen. Mit 45 m Nettobreite ist die Schleuse zu schmal für die breiten Schiffe, die heutzutage in der Container- und Bulkschifffahrt eingesetzt werden. Der Amsterdamer Hafen ist in den letzten Jahren so stark gewachsen, dass die Kapazitätsgrenze des Schleusenkomplexes nun absehbar wird. Daneben steht in 15 bis 20 Jahren die Erneuerung der Schleuse an, die aus dem Jahre 1929 stammt. Es besteht daher bei Politikern und Unternehmern der Wunsch, um 2016 herum über eine neue und größere Schleuse in der Region zu verfügen.  

Finanzierung

Die Neue Schleuse ist auf mehr als € 700 Millionen Euro veranschlagt, wenn man vom Format 500 x 65 x 18 m (L x B x H) ausgeht. Die drei Parteien haben genug Geld zusammen, um von der "Aussicht auf eine Finanzierung" sprechen zu können. Dies war für Minister Eurlings eine Grundbedingung für den letzten Verfahrensschritt, die so genannte Planstudie. Der Zeitraum hierfür soll ungefähr drei Jahre betragen. Diese Zeit ist nötig um festzustellen, welche Abmessungen die Schleuse bekommen soll, wo sie sich letztlich befindet, welche Bauweise die effizienteste ist und ob alle Umweltauflagen erfüllt werden können. Minister Eurlings erwartet, dass die neue Schleuse noch 2016 betriebsbereit sein kann. 

Tatkraft

Die drei Funktionsträger sind froh über diesen Durchbruch. Eurlings: "Nach Jahren des Redens ist es nun an der Zeit für Tatkraft und motiviertes Handeln. Ich bin froh darüber, dass wir diesen Weg nun gemeinsam gehen. Der Wille ist da. Die Notwendigkeit ist da. Und wir haben nun die Aussicht auf eine Finanzierung. Wir müssen alles daransetzen, damit dieses für die Region so entscheidende Projekt schnell und gut realisiert wird."

Arbeitsplätze

Der Beigeordnete Ossel: "Die Schleuse war eine der Bedingungen, den Amsterdamer Hafen für die Zukunft zu erhalten. Und das ist dringend nötig. Wir haben ausgerechnet, dass der Hafen 2020 das Potenzial für 5.000 zusätzliche Arbeitsplätze bietet. Dazu müssen die großen Schiffe aber auch nach Amsterdam kommen können. Dank der neuen Schleuse wird das möglich. Dann schaffen wir auch genügend Raum für dauerhafte Investitionen." 

Wirtschaft

Die Deputierte Post: "Der Hafen ist wichtig für die regionale Wirtschaft. Dank der neuen Seeschleuse werden wir weniger vom Wetter und von den Gezeiten abhängig und lösen lange Wartezeiten auf. Distribution, Logistik und Industrie sind wichtige Wirtschaftssektoren im südlichen Teil von Nordholland. Davon profitiert nicht nur Amsterdam sondern auch das gesamte Gebiet um den Nordseekanal."


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Weitere Informationen:

Niederländisches Verkehrsministerium Laura Kwakernaak +31 6 21227305

Stadt Amsterdam: Rudy Lion Sjin Tjoe +31 6 13113806

Provinz Nordholland: Esther Vorenkamp +31 6 45707713