Amsterdam führt Containertarif bei Binnenhafengebühr ein

Nachricht
28-07-2017
Containertarief

Der Hafen Amsterdam macht es für die Container-Binnenschifffahrt attraktiver, auch für kleine Containermengen den Hafen von Amsterdam anzulaufen. Ab dem 1. August 2017 wird es für die Container-Binnenschifffahrt möglich, sich bei einer Angabe der Binnenhafengebühr für die Bezahlung auf der Grundlage der Anzahl der umgeschlagenen TEU zu entscheiden.

Mit der Einführung dieses Containertarifs möchte der Hafen Amsterdam den Containertransport für die Binnenschifffahrt weiter stimulieren. Die neue Möglichkeit, die Angabe per TEU vorzunehmen, ergänzt die vorhandenen Binnenhafengebühr-Optionen in Amsterdam. Eine Angabe per TEU ist bei einem vereinzelten Anlaufen des Hafens, wobei eine geringe Containeranzahl umgeschlagen wird, vorteilhafter. Bei häufigen Besuchen mit einem Umschlag von größeren Containermengen ist es vorteilhafter, einen beispielsweise einwöchigen Aufenthalt zu wählen.

Anlass

Derzeit bezahlen Containerbinnenschiff-Reedereien in Amsterdam Binnenhafengebühren auf der Grundlage der Bruttoladekapazität des Schiffes, in Kombination mit einer gewählten Aufenthaltsdauer. Es kommt jedoch regelmäßig vor, dass Terminals in Amsterdam eine kleine Containermenge für den Transport ins Hinterland anbieten. Containerbinnenschiff-Reedereien sind dann nicht immer geneigt, für diese geringen Containermengen einen Stopp in Amsterdam zu machen, weil sie dann Binnenhafengebühr für die gesamte Bruttoladekapazität bezahlen müssen. Dadurch bleiben Container in gewissen Fällen länger als erforderlich stehen. Dies führt zu höheren Kosten in der Kette. In anderen Fällen wird entschieden, diese Container ihrem nächsten Ziel per LKW zuzuführen.

Zur Eliminierung dieser Nachteile des derzeitigen Systems führt der Hafen Amsterdam zum 1. August 2017 einen TEU-Tarif für die Binnenhafengebühr ein, wodurch es für die Container-Binnenschifffahrt attraktiver wird, auch für kleine Containermengen ein Terminal anzulaufen. Der Containertarif wird sich auf € 2,- pro TEU betragen, wobei der Mindest-Bruttobetrag € 50,- beträgt. Wenn man sich für den Containertarif entscheidet, ist hiermit eine Aufenthaltsdauer von höchstens 24 Stunden verbunden. In dieser Zeit können ein oder mehrere Terminals in Amsterdam angelaufen werden.

Bei der Angabe per TEU muss die Reederei die Ladungsliste mitschicken. Die Anzahl der angegebenen TEU muss dann mit der in der Ladungsliste genannten TEU übereinstimmen. Wenn ein Containerschiff eine große Anzahl Container löscht/lädt, kann sich der Kunde dafür entscheiden, die einwöchige Aufenthaltsdauer zu wählen.

Vorteile/Auswirkungen des TEU-Tarifs

Mit der Einführung des TEU-Tarifs möchte der Hafen Amsterdam den Transport von Containern per Binnenschifffahrt stimulieren. Dazu stehen ihm die nachstehend genannten Auswirkungen vor Augen:

  • Die Verkürzung der Umschlagszeit der Container in den Terminals in Amsterdam, wodurch der Service gegenüber den Abruf-Parteien im Hinterland verbessert wird;
  • Die Erhöhung der Anzahl an- und abzutransportierender Container pro Binnenfahrt;
  • Die Verbesserung der Möglichkeiten für die Ladungsbündelung und Kooperation zwischen Terminals;
  • Die Senkung des Containertransports per LKW und damit die CO2-Senkung sowie ein Rückgang beim Transport über die Straße.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.portofamsterdam.com/de/schifffahrt/binnenschifffahrt/ihre-angabe-zum-binnenhafengeld#bhg2 

 

Related news

  1. Nachricht
    11/02/2017 - 11:47

    Die Gemeinde Zaanstad und der Hafen Amsterdam NV arbeiten eng zusammen, um das Hafengebiet für Kunden und Nutzer attraktiver... read more »

  2. Nachricht
    04/05/2017 - 10:52

    Der Hafen Amsterdam hat, am Montag, dem 3. April 2017, das Startsignal für einen sechsmonatigen Test – eine kostenlose... read more »

  3. Nachricht
    01/24/2017 - 10:15

    In der niederländischen Provinz Noord-Holland gilt ab dem 1. März 2017 ein Verbot zur Entgasung bei der Fahrt für Benzol und... read more »